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Tutorial: Maps2BGL mit KML Generator

 
 
 
 

1. Download & Installation

 
Maps2BGL ist ein kleines aber feines Programm von Gunnar Dähling, welches sich frei verfügbare Texturen aus diversen Internetquellen wie Google Earth , Microsofts Virtual Earth oder dem österreichischem Herold herunterlädt und diese für den Microsoft Flight Simulator (FS9 und FSX) nutzbar macht.
 
Leider hat dies einen Haken: Obwohl diese Texturen kostenlos sind, sind sie keinesfall frei für eine andere Verwendung!. D.h. dass z.B. Veröffentlichungen wie Screenshots in Foren nur nach den Richtlinen der Rechteinhabern erfolgen darf. Dieses Tutorial zielt daher nur darauf ab, euch eine Anleitung zu geben, wie ihr die photorealistischen Texturen auf eurem eigenen, privaten PC nutzen könnt.
 
Auf Gunnars Flight Simulator Page findet ihr jeweils die Donwloads für FS9 und FSX.
 
Angeleht ist Maps2BGL an The TileProxy Project welches einen ähnlichen Funktionsumfang bietet. Allerdings holt sich tileProxy die Texturen zur Laufzeit, was erhebliche Performacneeinbßen mit sich bringt, wobei sich Maps2BGL aus meiner Erfahrung framerateneutral verhält.
 
 
 

2. Konfiguration

 
Bevor Maps2BGL lauffähig ist, muss es konfiguriert werden. Der Grund ist einfach, der Autor will rechtlichen Problemen aus dem Weg gehen. Analog verhält es sich übrigens bei tileProxy.
 
Um nicht in dieselbe Falle zu tappen, kann ich leider auch nicht mehr Hinweise geben als der Autor, doch sollte es bei aufmerksamer Lektüre dieser Seite einfach sein, die *** in der Datei maps.ini zu ersetzen.
 
Drei Services stehen zur Auswahl, doch nur einer soll genutzt werden. Vor die jeweils anderen beiden muss dann ein # stehen, um sie zu deaktivieren (wie bereits bei dem zweiten und dritten).
 
 
 

3. KML Datei erstellen

 
Als nächste benötigt man eine KML Datei die ein Rechteck, des zu erfassenden Gebiets enthält. Dies geht z.B. mit Google Earth.
 
KML ohne Google Earth erzeugen
 
Da nicht jeder Google Earth installieren möchte, biete ich hier nun die Möglichkeit an, einfach mit wenigen Mausklicks eine KML Datei zu erzeugen, die ihr in Maps2BGL weiterverwenden könnt.
 
Auf der Karte seht ihr nun ein rotes Quadrat, welches den Bereich um die Berchtesgadener Alpen markiert. Für den ersten Test solltet ihr dringend ein deutlich kleineres Raster verwenden, da dieses auch bei einer sehr guten Internetanbidung einige Stunden beschäftigt und bei der Weiterverarbeitung etliche GB erzeugen wird. Die daraus reslutierende Szenerie ist aber nicht so groß.
 
Ihr könnt euch einfach eine beliebige Stelle aussuchen und dann mit zwei Mausklicks einen neuen Rahmen erstellen. Die Änderungen werden sofort mit Erscheinen des Rahmens im Quellcode darunter sichtbar.
 
Bitte warten. Lade interaktive Karte...
 
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<kml xmlns="http://www.opengis.net/kml/2.2">
  <Document>
    <name>my_scenery.kml</name>
    <open>0</open>
    <Placemark>
      <name>Szenerie fuer Flight Simulator</name>
      <Polygon>
        <extrude>1</extrude>
        <altitudeMode>relativeToGround</altitudeMode>
        <outerBoundaryIs>
          <LinearRing>
            <coordinates>
              11.0,48.0,0
              12.0,47.0,0
            </coordinates>
          </LinearRing>
        </outerBoundaryIs>
      </Polygon>
    </Placemark>
  </Document>
</kml>
 
Und jetzt einfach den Code der KML Datei auf Deinem Rechner abspeichern (z.B. muenchen.kml) und mit Schritt vier fortfahren.
 
 
 

4. Start!

 
Und dann geht es auch endlich los! Folgende Schritte führen Dich nun zu Deiner neuen Szenerie:
 
1. KML Datei mit 'Select KML' laden. Es erscheinen nun vier Koordinaten in den Feldern über der Schaltfläche. Ebenso erscheint recht der Dateinamen ohne KML, welcher als Szeneriename genutzt wird (kann aber nach Abschluss geändert werden) und die Anzahl der zu herunterladenen Texturen. Der Großram München hat z.B. weit über 50.000 Texturen, zum Testen sollte nur ein kleiner Bereich gewählt werden. Hinweis: kleiner als 1024 Texturen geht nicht, da dies einer BGL Datei (=Szeneriedatei) entspricht und daher die Mindestgröße ist.
 
2. Als nächstes muss der Download mit 'Download Tiles' gestartet werden. Wenn ihr alles richtig konfiguriert habt, seht ihr die einzelnen Texturen statt der Weltkugel und die Zahl unten rechts wird kleiner.
 
Maps2BGL v2.6 für FSX
Maps2BGL v2.6 für FSX
 
3. Wenn der Download abgeschlossen ist, wird die Schaltfläche 'Create BMP + Batch' klickbar. Mit dieser werden alle Texturen aufbereitet und für die Umwandlung zur Szeneriedatei zusammengefügt. Bitte vorher sicherstellen, dass genügend Platz vorhanden ist, da ein Datenvolumen vom 10- bis 20-fachen des Ordners TileCache (da wo die heruntergeladenen Texturen liegen) entsteht. So werden schnell aus 70MB 1,5GB!
 
4. Sobald Schritt drei abgeschlossen ist, findet ihr im Ordner von Maps2BGL eine *.bat Datei, die gleichlautend zur KML Datei ist (z.B. bei muenchen.kml muenchen.bat). Diese müsst ihr nun ausführen, um die Szeneriedateien (*.bgl) zu erzeugen. Hierfür findet ihr einen Unterordner (z.B. muenchen) in dem wiederum ein Unterordner 'Scenery' enthalten ist. Dieser enthält die Szeneriedaten (Es kann sein das bei FS9 die Struktur geringfügig anders ist). Dieser Schritt ist sehr zeitintensiv!
 
5. Und nun? Der Ordner mit dem Namen der KML Datei (z.B. muenchen) ist eure fertige Szenerie. Den Ordner könnt ihr dort belassen, in den Szenerieordner des FS verschieben oder sonstwo ablegen. Jetzt nur schnell den Flight Simulator starten, den Ordner in die Szeneriebibliothek importieren und losfliegen...
 
 
 

5. Und so sieht es dann aus...

 
Als Testszenerie habe ich den Tegernsee ausgewählt, da ich dessen Umgebung gut kenne und so die Qualität besser bewerten kann, als bei einem Gebiet, dass ich überhaupt nicht kenne. Gut zu erkennen sind die Google Copyright Wasserzeiche auf den Wassertexturen (weiße Striche).
 
Bitte mit der Maus über das Bild fahren!
Google Earth Texturen: der Tegernsee, © Google
 
Bitte mit der Maus über das Bild fahren!
Google Earth Texturen: die Neureuther Alm, © Google
 
Bitte mit der Maus über das Bild fahren!
Microsoft Virtual Earth Texturen: München, © Microsoft
 
 
 

6. Tipps & Tricks

 
Nachtflugverbot: Für Nachtflüge (bzw. Dämmerung) sollte man diese Texturen in der Szeneriebibliothek abschalten, da sie sonst in der Nacht leuchten. Sie werden zwar ein wenig dunkler, doch sieht es einfach häßlich aus. In der Dunkelheit reichen ja auch die Standard-Straßenlaternen ;-)
 
Optimierung für den FS: Die fertig generierte Szenerie benötigt je nach Größe einiges an Platz. FSX bietet die Möglichkeit Szenerien auf beliebigen Ordnern einzubinden. Sinnvoll ist es hier, die Szeneriedaten auf einer anderen physikalischen Festplatte (nicht Partition!) abzulegen, da dies die Zugriffe auf die Szeneriedaten und die FSX Programmdaten paralellisiert.
 
Download: An sich sehen es Microsoft und Google nicht gerne, dass man ihre Texturen für solche Zwecke hernimmt. Google geht daher soweit, dass sie versuchen die automatischen Downloads der Texturen zu unterbinden. Hierfür fragt Google alle paar tausend Texturen nach ob sich ein Mensch hinter dem ganzen verbirgt und zeigt ein Captcha an. Dies kann bei großen Downloads recht mühselig werden. Microsoft hingegen hat eine solche Funktionalität bisher noch nicht implementiert, so dass sich für große Gegenden eher Virtual Earth empfiehlt. Allerdings fehlen Microsoft noch viele Gegenden, so dass dann nur noch Google übrigbleibt. Meiner Meinung nach, sind Googles Texturen auch schöner als die von Microsoft.
Noch ein Hinweis zum Captcha: es muss der verzerrte Text in das Textfeld eingegeben, Enter gedrückt und erst dann(!) 'Continue Download' gedrückt werden.
 
Dateinamen: Für den, der den Überblick verloren hat, weil er z.B. alle Dateien in einen Ordner geworfen hat, hab ich eine weitere kleine Karte gebastelt, in der man sich den Quadranten ausgeben lassen kann! Und als Higlight gibt es noch eine Excel-Formel für einen Massenabgleich.
 
Optimierung bei Erstellen: Das Generieren der BGL Dateien erzeugt viel Last auf der Festplatte. Hier kann man optimieren, in dem man die Batchdatei so umschreibt, dass das Ergebnis auf eine andere Physikalische Festplatte geschrieben wird.
 
 
 
 
 
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